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Was hätte dein Strom mit einem anderen Tarif gekostet? Home-Assistant-Integration: Festpreis gegen dynamischen Stromtarif, jede Viertelstunde mit ihrem eigenen Preis.

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Tarifwacht – Jeder Tarif. Jede Viertelstunde.

Release CI License: MIT

🇩🇪 Deutsch · 🇬🇧 English

ℹ️ Neu. Tarifwacht ist neu und wird gerade erprobt. Rückmeldungen sind sehr willkommen – siehe Fehler melden.

Was hätte dein Strom mit einem anderen Tarif gekostet? Tarifwacht rechnet deinen tatsächlichen Strombezug in Home Assistant Viertelstunde für Viertelstunde gegen beliebig viele Tarife – Festpreis, dynamisch, mit oder ohne Modul 3 – und zeigt, welcher günstiger gewesen wäre. Jeder dynamische Tarif bekommt dabei den Preis genau dieser Viertelstunde, nicht den Preis des Augenblicks, in dem der Zähler zufällig meldet.

Keine Abrechnungs- oder Tarifberatung. Die Werte sind eine Orientierung. Maßgeblich ist die Abrechnung deines Stromanbieters.

Die Oberfläche gibt es auf Deutsch und Englisch; sie folgt der Sprache deines Home Assistant.

Gerät eines Tarifs mit Kosten, Durchschnittspreis und Differenz zum aktuellen Tarif

Was Tarifwacht kann

  • Kosten je Tarif (€): Verbrauchskosten und Kosten gesamt (mit Grundpreis) – mit Langzeitstatistik für Statistik-Karten und Energie-Dashboard.
  • Differenz zum aktuellen Tarif (€) für jeden anderen Tarif. Positiv heißt: Dieser Tarif wäre teurer gewesen; negativ: günstiger.
  • Durchschnittspreis je Tarif (ct/kWh, mit Grundpreis) und Günstigster Tarif bisher.
  • Beliebig viele Tarife: Festpreis, dynamisch mit einem Gesamtpreis-Sensor oder dynamisch aus Börsenpreis plus Netzentgelt, Steuern/Abgaben, Anbieteraufschlag und Mehrwertsteuer.
  • Modul 3 (§ 14a EnWG): zeitvariables Netzentgelt mit Niedrig- und Hochlastfenstern je Quartal.
  • Preisänderungen ab einem Datum, z. B. neue Netzentgelte zum 1. Januar – davor gelten die alten Preise weiter.
  • Grundpreise optional, pro Monat oder pro Jahr, tageweise anteilig.
  • Vergleich für einen beliebigen Zeitraum per Aktion, je Monat aufgeschlüsselt – auch vor der Einrichtung, so weit die Langzeitstatistik deines Zählers zurückreicht: Was hätte dich das letzte Jahr mit jedem Tarif gekostet? Auf Wunsch auch in die Langzeitstatistik nachgetragen.
  • Rechnet jeden Tarif ab der Einrichtung: Verbrauch und Preise werden je Viertelstunde gespeichert. Ein später hinzugefügter oder korrigierter Tarif gilt deshalb für den ganzen Zeitraum; kennt der Preissensor eines neuen Tarifs die Zeit davor nicht, holt Tarifwacht die Preise aus dem Recorder bzw. – nur mit deinem Haken im Tarif – von SMARD.de.
  • Verliert nichts: Fällt der Zähler aus oder startet Home Assistant neu, wird der Verbrauch der Lücke nachgebucht. Fehlt ein Preis, rechnet Tarifwacht nie mit 0 €. Zähler-Resets und unplausible Sprünge werden erkannt und nicht gebucht.
  • Schont SD-Karten: schreibt nur einmal pro Viertelstunde (abgeschlossene Tage einmal am Tag ins Jahresarchiv) und aktualisiert die Sensoren höchstens einmal pro Minute.
  • Rein lokal: liest nur vorhandene Entitäten, keine Cloud. Öffentliche Börsenpreise von SMARD.de lädt Tarifwacht nur, wenn du es ausdrücklich auslöst: mit den Aktionen (Rückblick, Statistik nachtragen) oder mit dem Haken beim Hinzufügen bzw. Ändern eines Börsenpreis-Tarifs.

Hinweise zum Vergleich

  • Der Vergleich unterstellt das gleiche Verbrauchsverhalten. Mit einem dynamischen Tarif verschieben viele ihren Verbrauch in günstige Stunden – das kann der Vergleich nicht abbilden. Er zeigt also eher, was ein dynamischer Tarif mindestens bringt.
  • Erfasse alle Preisbestandteile auf beiden Seiten gleich, sonst ist der Vergleich verzerrt. Der Gesamtpreis eines dynamischen Tarifs ist Börsenpreis plus Netzentgelt, Konzessionsabgabe, Umlagen, Stromsteuer und Anbieteraufschlag, dazu Mehrwertsteuer. Die Werte stehen in den Preisblättern von Anbieter und Netzbetreiber.
  • Home Assistant misst meist mit einem eigenen Zähler (Lesekopf, Energiemessgerät), der Anbieter mit dem Zähler des Netzbetreibers. Kleine Abweichungen sind normal.

Voraussetzungen

  • Home Assistant 2026.3 oder neuer.
  • Ein Bezugszähler: fortlaufender Energiesensor (Wh, kWh oder MWh) für den Strom aus dem Netz, am besten der Zähler am Netzanschlusspunkt.
  • Für dynamische Tarife ein Preissensor in €/kWh, am besten mit Prognose je Viertelstunde oder Stunde:
Quelle (Integration) Gesamtpreis Börsenpreis Status
EPEX Spot …_total_price …_market_price erprobt
Nord Pool (HACS) Sensor mit MwSt. und Zusatzkosten Sensor ohne MwSt. und Zusatzkosten experimentell
ENTSO-E (HACS) Durchschnittspreis-Sensor mit Aufschlägen Durchschnittspreis-Sensor ohne Aufschläge experimentell

„Experimentell“ heißt: Das Format ist aus dem Quellcode der Integration und echten Marktdaten nachgebildet, aber noch nicht an einer laufenden Installation geprüft. Wenn du eine davon nutzt, freue ich mich über eine Rückmeldung mit der Diagnose-Datei. Die Nord-Pool-Integration von Home Assistant selbst liefert keine Prognose als Attribut und wird nicht unterstützt.

Ein Sensor ohne Prognose geht auch: Dann gilt sein aktueller Wert, bis er sich ändert. Läuft Home Assistant eine Zeit lang nicht, fehlen für diese Zeit aber die Preise – mit Prognose holt Tarifwacht sie nach.

Installation

  1. HACS → ⋮ → Benutzerdefinierte Repositories → https://github.com/tarifwacht/integration, Typ Integration.
  2. Tarifwacht suchen und herunterladen. Home Assistant neu starten.
  3. Einstellungen → Geräte & Dienste → Integration hinzufügen → Tarifwacht.

Einrichtung

  1. Bezugszähler: Name (z. B. „Haus“) und Zähler.
  2. Festpreistarif: Arbeitspreis (ct/kWh, brutto), optional der Grundpreis pro Monat. Er wird „Mein aktueller Tarif“.
  3. Dynamischer Tarif: erst die Art wählen – Börsenpreis plus Aufschläge (empfohlen, siehe Dynamischen Tarif anlegen) oder Sensor mit Gesamtpreis (rechnet nur ab der Einrichtung) –, dann die Preise.

Daraus entstehen die ersten beiden Tarife. Hast du Tarifwacht vor 0.1.0 mit einem Gesamtpreis-Sensor eingerichtet: den dynamischen Tarif zusätzlich als „Börsenpreis plus Aufschläge“ anlegen, danach kannst du den alten löschen.

Weitere Tarife

Tarifwacht → Tarif hinzufügen und die Art wählen:

Auswahl der Tarifart

Art Eingaben
Festpreis Arbeitspreis (ct/kWh, brutto)
Dynamisch: Sensor mit Gesamtpreis Sensor, der schon alle Bestandteile enthält – rechnet nur ab der Einrichtung
Dynamisch: Börsenpreis plus Aufschläge Börsenpreis-Sensor; Netzentgelt, Steuern/Abgaben, Anbieteraufschlag (je ct/kWh netto); Mehrwertsteuer (%)

Jeder Tarif hat einen optionalen Grundpreis (pro Monat oder pro Jahr) und den Schalter Mein aktueller Tarif – die anderen Tarife zeigen ihre Differenz zu diesem.

Dynamischen Tarif anlegen

Nimm Börsenpreis plus Aufschläge. Nur damit kann Tarifwacht auch die Zeit vor der Einrichtung rechnen (Rückblick, Statistik nachtragen) – die Börsenpreise von damals kommen von SMARD.de. Ein Sensor mit Gesamtpreis kennt nur die Zeit seit der Einrichtung – und fügst du ihn später hinzu, nur so weit, wie der Recorder seinen Verlauf aufbewahrt (meist 10 Tage).

Hast du in EPEX Spot einen Aufschlag und eine Steuer eingestellt, übernimm einfach diese Werte – dann rechnet der Tarif genau wie der Gesamtpreis von EPEX Spot:

In EPEX Spot In Tarifwacht
Sensor mit dem Marktpreis (Market Price) Sensor mit Börsenpreis
Aufschlag absolut, z. B. 0,15 €/kWh Anbieteraufschlag 15 ct/kWh (Tarifwacht rechnet in Cent: € × 100)
Steuer, z. B. 19 % Mehrwertsteuer 19 %

Netzentgelt sowie Steuern und Abgaben bleiben leer – sie stecken schon im Aufschlag. Geprüft für einen absoluten Aufschlag; einen prozentualen haben wir noch nicht nachgerechnet. Hast du die Preisblätter, kannst du den Aufschlag später aufteilen (Tarif bearbeiten).

Tarif ändern

Beim Tarif auf das Zahnrad (Konfigurieren):

  • Tarif bearbeiten: Name, aktueller Tarif und Preise ab Beginn – für Tippfehler und Korrekturen. Tarifwacht rechnet den ganzen Zeitraum neu.
  • Preisänderung ab einem Datum hinzufügen: neue Preise ab Mitternacht dieses Tages (deutsche Ortszeit), z. B. eine Preiserhöhung des Anbieters oder neue Netzentgelte. Davor bleiben die bisherigen Preise. Das Formular ist mit den heute gültigen Preisen vorausgefüllt.
  • Preisänderung entfernen: danach gelten wieder die Preise davor.
  • Modul 3 (nur bei „Börsenpreis plus Aufschläge“), siehe unten.

Mehrere Zähler: je einen Eintrag anlegen. Name oder Zähler ändern: Tarifwacht → ⋮ → Neu konfigurieren.

Zähler oder Preissensor umbenannt (Entity-ID geändert, auch über „Entity-IDs neu erstellen“ am Gerät): Tarifwacht zieht die neue ID seit 0.1.2 selbst nach und lädt den Eintrag kurz danach neu; Neu konfigurieren ist nicht nötig. Die gespeicherten Preise und der letzte Zählerstand gehen mit, der Vergleich reicht also weiter bis zur Einrichtung zurück.

Modul 3 (§ 14a EnWG)

Mit einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung (Wärmepumpe, Wallbox) kannst du beim Netzbetreiber Modul 3 wählen: ein Netzentgelt, das von der Uhrzeit abhängt. Ob sich das lohnt, zeigt ein zweiter Tarif mit denselben Preisen und eingeschaltetem Modul 3.

Modul 3 mit Niedrig- und Hochlastfenstern

  • Stufen: Niedriglast (NT) und Hochlast (HT) in ct/kWh netto; außerhalb der Fenster gilt das normale Netzentgelt des Tarifs (Standardstufe).
  • Quartale: in welchen Quartalen die Fenster gelten; in den anderen gilt den ganzen Tag die Standardstufe.
  • Zeitfenster: Ortszeit im Viertelstundenraster, mehrere mit Komma getrennt, auch über Mitternacht – z. B. 23:00-06:00 oder 01:45-06:15, 22:30-24:00.
  • Alle Werte stehen im Preisblatt deines Netzbetreibers. Ändern sie sich (meist zum Jahreswechsel), das neue Preisblatt als Preisänderung ab dem Stichtag eintragen.
  • Modul 3 gilt für den gesamten Netzbezug der Marktlokation, nicht nur für Wärmepumpe oder Wallbox. Das passt, solange das Gerät nicht über einen eigenen Zähler läuft.

Grundlage: Festlegung der Bundesnetzagentur BK8-22/010-A; Einzelheiten und Quellen in docs/ENTWICKLUNG.md.

Entitäten

Am Gerät des Zählers (z. B. „Haus“):

Entität Einheit Bedeutung
Strombezug kWh erfasste Menge seit der Einrichtung – zum Abgleich mit deinem Zähler
Günstigster Tarif Text Tarif mit den niedrigsten Kosten gesamt; Attribut ranking mit allen Tarifen (fehlende Preise siehe unten)

An jedem Tarif (z. B. „Haus Festpreis“):

Entität Einheit Bedeutung
Verbrauchskosten € Strombezug × Preis der jeweiligen Viertelstunde
Kosten gesamt € Verbrauchskosten plus Grundpreis
Durchschnittspreis ct/kWh Kosten gesamt ÷ Strombezug
Differenz zum aktuellen Tarif € Kosten gesamt minus Kosten des aktuellen Tarifs (fehlt beim aktuellen Tarif selbst; fehlende Preise siehe unten)

Bei dynamischen Tarifen wartet der Verbrauch einer Viertelstunde bis zu 24 Stunden auf seinen Preis; meist ist er schon seit dem Vortag bekannt.

Dashboard: Tarifvergleich

Tages-, Monats- und Jahreswerte liefert die Langzeitstatistik – eigene Zähler braucht es nicht. Ein fertiger Abschnitt für eine Sektionen-Ansicht: günstigster Tarif, Durchschnittspreise, Kosten heute und im Monat, die Differenz und ein Balkendiagramm je Tag. Am Desktop stehen vier Karten nebeneinander, am Handy zwei. Dashboard bearbeiten → Abschnitt hinzufügen → ⋮ → Im Code-Editor bearbeiten; die Entitäts-IDs hängen von deinen Namen ab (hier Zähler „Haus“, Tarife „Festpreis“ und „Dynamisch“):

type: grid
column_span: 2
cards:
  - type: heading
    heading: Tarifvergleich
    icon: mdi:scale-balance
  - type: tile
    entity: sensor.haus_gunstigster_tarif
    name: Günstigster Tarif
    grid_options: {columns: 12}
  - type: tile
    entity: sensor.haus_festpreis_durchschnittspreis
    name: Ø Festpreis
    grid_options: {columns: 6}
  - type: tile
    entity: sensor.haus_dynamisch_durchschnittspreis
    name: Ø Dynamisch
    grid_options: {columns: 6}
  - type: statistic
    entity: sensor.haus_festpreis_kosten_gesamt
    name: Festpreis heute
    stat_type: change
    period: {calendar: {period: day}}
    grid_options: {columns: 6}
  - type: statistic
    entity: sensor.haus_dynamisch_kosten_gesamt
    name: Dynamisch heute
    stat_type: change
    period: {calendar: {period: day}}
    grid_options: {columns: 6}
  - type: statistic
    entity: sensor.haus_festpreis_kosten_gesamt
    name: Festpreis Monat
    stat_type: change
    period: {calendar: {period: month}}
    grid_options: {columns: 6}
  - type: statistic
    entity: sensor.haus_dynamisch_kosten_gesamt
    name: Dynamisch Monat
    stat_type: change
    period: {calendar: {period: month}}
    grid_options: {columns: 6}
  - type: statistic
    entity: sensor.haus_dynamisch_differenz_zum_aktuellen_tarif
    name: Differenz heute
    stat_type: change
    period: {calendar: {period: day}}
    grid_options: {columns: 12}
  - type: statistic
    entity: sensor.haus_dynamisch_differenz_zum_aktuellen_tarif
    name: Differenz Monat
    stat_type: change
    period: {calendar: {period: month}}
    grid_options: {columns: 12}
  - type: heading
    heading_style: subtitle
    heading: "Differenz positiv: dynamisch wäre teurer gewesen"
  - type: statistics-graph
    title: Kosten je Tag
    chart_type: bar
    period: day
    days_to_show: 30
    stat_types: [change]
    entities:
      - entity: sensor.haus_festpreis_kosten_gesamt
        name: Festpreis
      - entity: sensor.haus_dynamisch_kosten_gesamt
        name: Dynamisch
    grid_options: {columns: full}

Für einen Jahresüberblick im Diagramm period: month und days_to_show: 365. Mit Statistik nachtragen zeigen die Karten auch die Zeit vor der Einrichtung.

Vergleich für einen Zeitraum

Einstellungen → Werkzeuge → Aktionen (früher Entwicklerwerkzeuge → Aktionen) → Tarife vergleichen, Zähler und Zeitraum wählen, „Antwort anzeigen“:

action: tarifwacht.compare
data:
  config_entry: <Eintrag auswählen>
  start: "2026-11-01 00:00:00"
  end: "2026-12-01 00:00:00"

Antwort der Aktion „Tarife vergleichen“

Die Antwort enthält Strombezug und Anzahl der Viertelstunden im Zeitraum, den günstigsten Tarif und je Tarif – günstigster zuerst – die Kosten gesamt, Verbrauchs- und Grundpreiskosten, den Durchschnittspreis und die Differenz zum aktuellen Tarif; unter months dasselbe kürzer je Kalendermonat. Ohne Beginn bzw. Ende: seit der Einrichtung bzw. bis jetzt. Zeiten ohne Zeitzone gelten als Ortszeit deines Home Assistant.

Rückblick vor der Einrichtung

Liegt der Beginn vor der Einrichtung, rechnet Tarifwacht diese Zeit nach:

  • Verbrauch: aus der Langzeitstatistik deines Bezugszählers. Sie hat Stundenwerte; jede Stunde wird gleichmäßig auf ihre vier Viertelstunden verteilt. Für einen Festpreis ist das exakt, bei dynamischen Preisen eine gute Näherung (seit 1. Oktober 2025 wechselt der Börsenpreis jede Viertelstunde).
  • Börsenpreise: von SMARD.de (Bundesnetzagentur), Day-Ahead DE-LU – dieselben Preise wie der Marktpreis von EPEX Spot. Tarifwacht lädt sie beim ersten Vergleich einer Zeit (je Woche eine Anfrage, ein Jahr dauert etwa eine halbe Minute) und speichert sie; danach geht es ohne Abruf.
  • Welche Tarife: Festpreis und „Börsenpreis plus Aufschläge“ (auch mit Modul 3 und Preisänderungen). Ein Sensor mit Gesamtpreis kennt nur die Zeit seit der Einrichtung – solche Tarife stehen dann mit energy_without_price_kwh am Ende, zählen nicht als günstigster und haben keine Differenz zum aktuellen Tarif (null), weil sie sonst günstiger aussähen, als sie sind. Tipp: den dynamischen Tarif als „Börsenpreis plus Aufschläge“ anlegen, siehe Dynamischen Tarif anlegen.
  • Unter estimate steht, bis wann geschätzt wurde, wie viel Energie das war und wie viele Stunden in der Statistik fehlen (z. B. weil es den Zähler noch nicht gab); dazu die Quellenangabe von SMARD.de, falls Börsenpreise von dort nötig waren.
  • Preise und Grundpreise gelten so, wie der Tarif heute eingetragen ist (mit seinen Preisänderungen). Für einen Vergleich über einen Jahreswechsel die alten Preise als Preisänderung eintragen, z. B. die Netzentgelte des Vorjahres.

Die Antwort lässt sich auch in Skripten und Automationen verwenden (response_variable) – fertig als Blueprint:

Blueprint Was er tut
Monatsübersicht schickt am Ersten jedes Monats Strombezug, Kosten jedes Tarifs, Differenz zum aktuellen Tarif und den günstigsten Tarif des Vormonats – als Benachrichtigung in Home Assistant oder mit einer eigenen Aktion (z. B. ans Handy) Blueprint importieren

Statistik nachtragen

Die Sensoren haben Langzeitstatistik erst ab der Einrichtung. Damit Statistik-Karten und Diagramme (z. B. der Tarifvergleich) auch die Zeit davor zeigen, gibt es die Aktion Tarifwacht: Statistik nachtragen (Einstellungen → Werkzeuge → Aktionen, früher Entwicklerwerkzeuge → Aktionen):

action: tarifwacht.import_statistics
data:
  config_entry: <Zähler auswählen>
  start: "2026-01-01"
  • Sie rechnet wie der Rückblick und schreibt die Stunden vor dem ersten vorhandenen Statistikwert in die Langzeitstatistik von Strombezug, Verbrauchskosten, Kosten gesamt und Differenz; die späteren Summen werden passend verschoben. Ein später hinzugefügter Tarif bekommt so auch die Zeit seit der Einrichtung.
  • Der Beginn muss vor der Einrichtung liegen; früher als die Langzeitstatistik deines Zählers geht es nicht (die Antwort nennt den tatsächlichen Beginn).
  • Ein Tarif, dem im Zeitraum Preise fehlen – etwa ein Sensor mit Gesamtpreis –, wird ganz übersprungen und unter skipped genannt: lieber keine Vergangenheit als eine mit Lücken.
  • Nachgetragene Stunden bleiben, wie sie geschrieben wurden: Korrigierst du später Preise eines Tarifs, rechnen Sensoren und Aktion neu, die nachgetragene Statistik nicht. Dafür die Statistik der Sensoren dieses Tarifs löschen (Werkzeuge → Statistik) und erneut nachtragen.
  • Das greift in die Statistik-Datenbank ein – vorher ein Backup anlegen. Ein zweiter Aufruf findet nichts mehr nachzutragen.

Datenschutz

Tarifwacht rechnet lokal und liest nur die Entitäten, die du auswählst. Einzige Ausnahme, und nur auf deine ausdrückliche Aktion: Vergleichst du eine Zeit vor der Einrichtung, trägst du Statistik nach oder setzt du beim Hinzufügen bzw. Ändern eines Tarifs „Börsenpreis plus Aufschläge“ den Haken „Zeit seit der Einrichtung mit Börsenpreisen von SMARD.de nachtragen“, lädt Tarifwacht öffentliche Börsenpreise von SMARD.de. Ohne den Haken bleibt diese Zeit beim neuen Tarif außen vor (siehe energy_left_out_kwh). Dabei wird nichts über dich übertragen – nur der Abruf der Preisdateien mit der Kennung Tarifwacht/<Version>. Die Diagnose-Datei enthält deine Tarifeinstellungen (Preise, Sensoren), aber weder Namen noch Zählerstände, Energie- oder Kostensummen.

Was Tarifwacht nicht kann

  • Keine Abrechnung: Abweichungen zur Rechnung sind normal (anderer Zähler, Rundung, Abschläge).
  • Kein verändertes Verhalten: Der Vergleich rechnet deinen tatsächlichen Verbrauch – was du mit einem dynamischen Tarif verschieben würdest, sieht er nicht.
  • Sensoren beginnen bei der Einrichtung: Die Zeit davor gibt es über die Aktion „Tarife vergleichen“ und – für Statistik-Karten – über Statistik nachtragen.
  • Keine Netzeinspeisung: Tarifwacht rechnet nur den Bezug. Für die Einspeisung gibt es das Schwesterprojekt Einspeisewacht.
  • Module 1 und 2 nach § 14a EnWG bildet Tarifwacht nicht eigens ab.

Fehlerbehebung

Tarifwacht meldet Probleme unter Einstellungen → Reparaturen:

  • Preissensor mit nicht unterstützter Einheit: Der Sensor liefert z. B. ct/kWh oder €/MWh. Tarifwacht braucht €/kWh und ignoriert seine Preise bis dahin.
  • Zähler mit nicht unterstützter Einheit: Tarifwacht bucht nichts, bis der Zähler Wh, kWh oder MWh liefert.
  • Entität fehlt: Den Zähler oder einen Preissensor gibt es seit mindestens zehn Minuten nicht mehr, z. B. weil er gelöscht oder durch ein neues Gerät ersetzt wurde. Ohne Zähler bucht Tarifwacht nichts. Zähler unter Tarifwacht → ⋮ → Neu konfigurieren, Preissensor im Tarif neu wählen. Eine umbenannte Entität zieht Tarifwacht selbst nach (seit 0.1.2).
  • Preise fehlen: Für eine vergangene Viertelstunde fehlt der Preis, vermutlich ist die Preis-Integration ausgefallen. Nach 24 Stunden wird der Verbrauch ohne Preis gezählt – nie als kostenlos. Damit der betroffene Tarif nicht günstiger aussieht, lassen „Differenz zum aktuellen Tarif“ und „Günstigster Tarif“ solche Viertelstunden für alle Tarife aus; wie viel Strom das war, steht im Attribut energy_left_out_kwh. Das gilt auch für einen später hinzugefügten Sensor mit Gesamtpreis, soweit sein Verlauf im Recorder nicht mehr bis zur Einrichtung zurückreicht, und für einen später hinzugefügten Börsenpreis-Tarif ohne den Haken für SMARD.de.

Weiteres:

  • Werte bleiben bei 0: Liefert der Bezugszähler Werte? „Strombezug“ sollte mit deinem Zähler mitwachsen.
  • Dynamische Kosten hinken hinterher: Eine Viertelstunde wird erst gebucht, wenn ihr Preis bekannt ist. Mit Prognose ist das sofort der Fall; sonst siehe „Preise fehlen“.
  • Diagnose: Tarifwacht → Eintrag → ⋮ → Diagnosedaten herunterladen. Debug-Protokoll: Tarifwacht → ⋮ → Debug-Protokoll aktivieren.

Update von 0.1.0b1: Die beiden Tarife werden zu eigenen Tarif-Einträgen, der Verbrauch seit der Einrichtung wird einmalig aus dem Verlauf (Recorder) nachgelesen. Die Sensoren behalten ihre Entitäts-IDs; „Mehrkosten dynamisch“ heißt jetzt „Differenz zum aktuellen Tarif“.

Entfernen

  1. Einstellungen → Geräte & Dienste → Tarifwacht → bei jedem Eintrag ⋮ → Löschen. Die gespeicherten Viertelstunden dieses Eintrags werden mit gelöscht.
  2. Optional: HACS → Tarifwacht → ⋮ → Entfernen, dann Home Assistant neu starten.

Die Langzeitstatistik der gelöschten Sensoren bleibt in Home Assistant erhalten, bis du sie unter Einstellungen → Werkzeuge → Statistik (früher Entwicklerwerkzeuge) entfernst.

Fehler melden

Bitte als Issue – am besten mit Diagnose-Datei und den Versionen von Home Assistant und Tarifwacht. Sicherheitslücken bitte vertraulich, siehe SECURITY.md.

Danke

Die Idee, den eigenen Verbrauch in Home Assistant direkt gegen beide Tarife zu rechnen, stammt aus tariff_compare von fischit87.

Weitere Wachten

Vom selben Autor und nach demselben Muster gebaut: Einrichtung über die Oberfläche, deutsch und englisch, schonend für SD-Karten.

  • Energie
    • Einspeisewacht – was negative Strompreise bei der PV-Einspeisung kosten (§ 51 EEG)
    • Speicherwacht – Wirkungsgrad, Zyklen und Kapazität des Batteriespeichers
    • Wärmewacht – Arbeitszahlen und Gesundheits-Check der Wärmepumpe
  • Alltag
    • Eilwacht – Tagesschau-Eilmeldungen und Regionalnachrichten als Auslöser für Automationen
    • Streckenwacht – Baustellen, Sperrungen und Staus auf den eigenen Strecken

Lizenz

MIT. Historische Börsenpreise (nur auf deine Aktion: Vergleiche vor der Einrichtung, Statistik nachtragen, Haken bei einem später hinzugefügten Börsenpreis-Tarif): Bundesnetzagentur | SMARD.de, CC BY 4.0. Die Bilder in diesem README zeigen einen Demo-Eintrag mit erfundenem Verbrauch und erfundenen Preisen.

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